Übernahme der Airberlin Strecken

Neben der Lufthansa hat auch EasyJet einen Anteil von Airberlin übernommen, hierzu fallen die Strecken ab Berlin Tegel. Die Airline nahm am 5. Januar den Betrieb auf, da sie noch auf die Airbus A320-Jets, welche die Lufthansa noch freigeben muss, wartet läuft der Betrieb nicht weniger stark frequentiert. EasyJet hat hierzu Flugzeuge und Crews bei den Airlines Condor (757-300 TXL-MUC), SmartLynx (A320, diverse) und WDL Aviation (BAe146-200, -300 TXL-VIE/ZRH) angemietet. Bis Ende März soll dieses Konstruktur zu den EasyJet üblichen Bedingungen fliegen, mit einer kleinen Ausnahme. Die Sitzkonfiguration kann bei EasyJet nicht ganz oder nur schwer abgebildet werden. So werden die Maschinen von WDL Aviation nur mit 17 Reihen angegeben, die A320 und die 757 mit der normalen EasyJet Konfiguration, jedoch bei allen Partnern entfällt die Reservierungsgebühr.

Viele Flüge der Partner sind relativ sicher, bis auf SmartLynx (Lettland/Estland), da diese sich die beiden Schwestern auf einigen Flügen abwechseln. Beide Airlines sicher auf einem Trip abzufliegen ist schwer abzuschätzen. Die Flüge sind auch wenige Tage vor Abflug noch relativ günstig, meist um 50-70€, Ausnahmen sind jedoch möglich. 

 

Die Flüge werden bei Suchmaschinen weiterhin als ausgeführt von EasyJet mit A319/A320 angegeben, um zu sehen, wer wirklich fliegt, muss man dort einen Blick auf die Seatmap werfen und ggf. die Flugnummer bei Flightradar24 prüfen, es ist relativ sicher, dass die Partnerairline nicht getauscht wird. 

Bei den Partnerairlines sind alle Sitze stets kostenlosen, bei der Airline WDL Welche mit BAe146-200 und der geringfügig größeren BAe146-300 viele Flüge nach Wien VIE und Zürich ZRH übernommen hat sind die Sitzpläne auch nur mit 16-17 Reihen buchbar. Da EasyJet keine neuen Seatmaps einbinden will, werden nicht buchbare Sitze von vornherein ausgegraut.

 

Einen weiteren Sonderfall gibt es bei der Partnerairline Condor. Da die Condor im Winterflugplan selbst schon mit der Airline Transat Air ein Abkommen geschaffen hat, was einen saisonalen Flugzeugtausch einer A321 gegen eine A330-200 vorsieht und sie im Winter eine geringere Auslastung der größeren Standardrumpfjets hat konnten sie zumindest zeitweise die große Boeing 757-300 sowie einen Airbus A321 an EasyJet mit Crew vermieten. Ich gehe stark davon aus, dass diese zum Sommerflugplan wieder in die eigene Flotte stoßen.

 

Da immer technische Zwischenfälle passieren können verkauft EasyJet auch nur so viele Sitze wie in eine A320 passen, damit im Notfall getauscht werden kann und keine Passagiere stranden. Die 757-300 der Condor wird vermehrt nach München eingesetzt, die A321 ist fix auf der Strecke Berlin-Düsseldorf unterwegs.

Als weitere Airlines, welche im deutschen Markt eher unbekannte sind, spielen die estnische SmartLynx und ihre lettische Schwester mit Airbus A320 mit. Ich habe diese bisher nur auf Strecken von und nach Zürich gesehen. Ähnlich wie bei den anderen beiden sind hier auch nur so viele Sitze verfügbar wie in einen EasyJet A320 passen, ebenfalls sind alle Sitze bei SmartLynx kostenfrei reservierbar, also auch die beliebten Exit und ersten Reihen, Exit-Rows natürlich unter gleichen Bedingungen wie bei anderen Airlines.

 

Auf meinem letzten Flug mit EasyJet, welcher von WDL Airlines mit einer BAe146-200 D-AMGL von Wien nach Berlin-Tegel durchgeführt wurde, gab es einen Hinweis mit der Bekanntgabe, dass man den gleichen Service wie bei EasyJet selbst anbietet und bis zum Spätsommer die Linien wie gewohnt mit eigenem Gerät und Crew durchführen möchte. Und man die Zeit für intensive Crew Trainings investiert.  

 

Zusätzlich zu den kostenfreien Sitzen gibt es in den vorderen Reihen das Easyjet-Speedy Boarding ohne weitere Kosten!

Hier sehen wir die beiden lettischen SmartLynx in Berlin-Tegel

Hier ist die BAe 146-300 D-AWBA der WDL Airlines in Berlin Tegel, neben ihr sind noch die D-AMGL und D-AWUE der kleineren BAe 146-200 im Dauereinsatz für Easyjet bis Ende des Sommers. 

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