Zweimal Widebody und drei neue Airlines

Es geht mal wieder los. Es ist ein nicht alltäglicher Trip, denn eigentlich hatte ich andere Pläne, aber diesem Angebot konnte ich Ende vergangenen Jahres nicht widerstehen. 

 

Zwei Widebody-Erstflüge, 3 Airline-Erstflüge, 4 neue Strecken und 5 Airports.

 

Samstag 17. März 2018

 

Es herrscht Eiseskälte in Hamburg, um Viertel vor 5 in der Früh fahre ich zum Airport der Hansestadt, Samstag in der Früh kann ja eigentlich nicht allzu viel los sein. Gegen halb Sechs hole ich die erste Bordkarte ab. Sitz 5F im Airbus A321 der Lufthansa. Die Sicherheitsschleuse ist komplett überlastet, nach zwanzig Minuten komme ich endlich in der Hamburg Airport Lounge an. Obwohl es unten sehr voll war, merkt man hier oben nichts davon. Es gibt wie üblich das Frühstücksbuffet. Ich habe knappe anderthalb Stunden bis Boardingbeginn und so nutze ich die Zeit, um mich auf den bevorstehenden Trip einzustellen. 

 

Segment 1 Gate A41 HAM-MUC LH2085 Airbus A321 D-AIRW „Star Alliance“

Der Flug nach München scheint ausgebucht zu sein, leicht verspätet geht es gen Osten (Langenhorn Markt) raus, eine ungewohnte Richtung, nach einer Kurve — ein letzter Blick auf den Hamburger Airport sind wir über dem Hafen und dann in der Wolkendecke verschwunden. Bis München klart es nicht mehr auf. 

 

Der Service startet knapp 15 Minuten nach dem Start, heute gibt es einen Mandelkuchen, dazu Kaffee und Wasser. Es ist doch ganz angenehm vorne zu sitzen. Nach nicht mal einer Stunde landen wir auch schon wieder in München, im dichten Nebel. 

 

Es gibt ein Gate am guten, alten Terminal 2. Da ich ein etwas längeres Stopover eingebaut habe, ziehe ich mir am Check-In Automaten die nächste Boardingcard, beim Online-Check-In waren die letzten 6 Reihen leer, jetzt sind es nur noch 2, aber auch das würde mir gefallen. 

 

Ich nutze die Zeit und Wechsel das Terminal mit dem kostenfreien Shuttlebus, somit bleibe ich direkt Airside und muss kein weiteres Mal durch die lästige SiKo. 

 

Der Bus fährt alle 15 Minuten. In Terminal 1 angekommen geht’s direkt zur Airport Europe Lounge, welche zu den Priority Pass Vertragslounges gehört. Es ist nichts los und ich genehmige mir ein zweites Frühstück. 

 

Da ich zu meinem Weiterflug noch durch die Passkontrolle muss, mache ich mich ca. eine Stunde vor Boardingbeginn auf den Rückweg.  

 

Segment 2 Gate H41 (non-Schengen) MUC-LHR LH2474 Airbus A319 D-AILY „Schweinfurt“

 

 

Mit dem Bus geht es zum Flieger, die Pässe werden auf dem Weg in den Bus kontrolliert, nach einer kleinen Airportrundfahrt sind wir schon da. Ich habe hinten reserviert und nutze somit die hintere Treppe. Auch dieser Flug ist restlos ausgebucht. 

 

Viel gibt es nicht zu erzählen, der Nebel hat sich noch nicht wieder aus München verzogen, beim Rollen an den Start habe ich die gerade angekommene erste A380 in MUC der Lufthansa gesehen, diese ist die erste der 5 von nun an in MUC stationierten Superjumbos, sie werden u.a. LAX und HKG bedienen. 

 

Zwischen Deutschland und England lag eine dichte Wolkendecke, Service an Board? Es gab die übliche Getränkerunde und, da es sich um einen internationalen Flug handelt, ausnahmsweise belegte Brote. Ich entschied mich also für diese kleine Auswahl. 

 

Da wir schon in MUC über den späteren Slot informiert wurden und nicht mehr über London kreisen mussten, ging es später in MUC los, während der Landung flogen wir über das Windsor Castle und landeten bei Schneeregen in Heathrow. Nach einer längeren Rundfahrt kamen wir an unser Gate an Terminal 2 und beinahe zeitgleich parkte die Maschine aus Frankfurt neben uns ein. München - Frankfurt via London? Nein soweit kommt’s noch… ich bin ja für vieles zu haben, aber das wäre solange sinnfrei wie Lufthansa auf der Rennstrecke auf Narrowbody setzt. 

 

Für mich geht es erstmal zum Transfer, am einfachsten ist es von hier mit dem Bus. Dieser befindet sich gegenüber der Passkontrolle, jedoch im Keller. Ich komme rechtzeitig, um den nächsten Bus nach T5 zu erwischen. 

Wie in England üblich geht es dort natürlich erst wieder durch die Sicherheitskontrolle. Wieder sehr pingelig, Mac muss aus der Hülle raus… Sobald ich wieder von Airside sauber bin geht’s direkt zur Aspire Lounge. Das Angebot ist ähnlich dem in Manchester, es gab auch keinen Moment für Bilder ohne Personen. Die Lounge war leider sehr voll, die Treppen nach oben gesperrt und einige, die die Bänke blockierten, weil sie schliefen… Sowas kann man ja Nachts machen, wenn die Lounges eh leer sind, aber tagsüber ist dies mehr als indiskutabel. Leider haben die Loungemitarbeiter erst eingegriffen und einige Schläfer rausgeschickt, als es richtig voll wurde. Die Lounge verfügt auch über WLan, welches sehr viel langsamer als das ebenfalls empfangbare und freie LHR Wifi, des Weiteren über ein kostenpflichtiges Spa-Angebot mit Duschen. Champagner wäre an der Bar ebenfalls gegen Plastik erhältlich gewesen. 

 

Nachdem ich mich gestärkt hatte und ein bisschen Arbeit erledigt hatte, wurde das Gate bekannt gegeben und ich machte mich zeitig auf den Weg ins Satellitenterminal C. Da ich relativ früh (ca. 20min vor Boarding) dort ankam, wurde meine Boardinggruppe schon für das Nachladen des Handgepäcks aufgerufen, zeitgleich in einen separaten Wartebereich geboardet. Ist zwar zum einen doof mit dem abgeben, andererseits bin ich direkt als Erster im Flieger. Ich nutzte diesen Vorteil bewusst, da ich einen Sitz in der Premium-Economy reserviert hatte.

Das Boarding begann nun für alle und mit der Treppe war ich zuerst vor dem Flieger, da die Reinigungscrew noch drin war hieß es nochmal warten und das nachgelabelte Handgepäck aufgeben. 

 

Im Flieger sehr freundlich begrüßt worden und sogar noch vor der Business Class drin gewesen. Die Premium Economy befindet sich vor den Triebwerken zwischen der Business Class und der Economy Class, die Aufteilung ist wie bei vielen anderen Airlines in dieser Zwischenklasse auch bei 2-3-2. Hier geht’s zum Review. 

 

Iberia wie auch BA verfolgen das Buy-on-Board Prinzip, also gibt es nur noch Service gegen Bezahlung. Das IFE war nicht mit den aktuellsten Filmen bestückt, aber immerhin gab es eine gute Auswahl an Spanisch und Englischsprachigen Filmen. Die Musikbibliothek war hingegen sehr klein. 

 

Der Flieger schien nicht ausgebucht zu sein und so ging es auf Segment 3 nach Madrid. 

 

Segment 3 LHR-MAD BA522 opb. Iberia A340-600 EC-IZY

 

Der Flug verlief unspektakulär, obwohl wir aufgrund des mäßigen Schneefalls verspätet loskamen, sind wir fast pünktlich in Madrid auf der 32L gelandet. Also noch an T1-3 vorbei zum Terminal 4 Satelliten. Die Premium Economy Kabine wurde bevorzugt behandelt und konnte parallel zur Business Class aussteigen, das lobe ich Iberia doch sehr. Direkt zur noch leeren Passkontrolle, für die Einreise gibt es eGates. Leider kommt des wie kommen musste und AENA hat es verbockt, das Gepäck kommt auf zwei verschiedenen Bändern in zwei Ecken an, für ein und den selben Flug. Wer denkt sich sowas aus? Nach knapp 50 Minuten habe ich meinen Rucksack nun auch. 

 

Am Mietwagenschalter noch die Formalitäten erledigt und dann mit einem Citroen Berlingo (ein Downgrade der gebuchten Klasse), direkt zum HIX nach San Sebastian de los Reyes gefahren. Derzeit läuft nämlich wieder eine IHG-Accelerate (Link setzen) und es war das günstigste HIX mit dem Bonuspunkte packen für eine ausstehende Aufgabe. Der Check-In war doch ganz gut besucht, ich erhielt nach einer Viertelstunde mein Zimmer, leider nur ein Twin Bedroom. 

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