Endlich habe ich sie beide!

Der allererste Sun Air of Scandinavia Flug meines Lebens war was ganz Besonderes.

Es handelte sich hierbei nicht um irgendeinen Flug nach oder von Billund oder einer der anderen dänischen Basen der Airline. Sun Air fliegt in Farben der British Airways überwiegend ab Dänemark zu Zielen in Norwegen und England, aber auch nach Düsseldorf und ab sofort auch nach Friedrichshafen! Im März diesen Jahres wurde der Flug bereits für die Aufnahme ab Juni angekündigt. 

 

Mit der Bahn ging es heute nach Düsseldorf, ich war unterwegs richtig glücklich darüber keinen Flug dorthin gebucht zu haben, denn zuhause fiel der Strom aus und kein Flug ging mehr. 

 

Ein kleines Zwischenwort soll noch gesagt sein, ich habe vor ein paar Tagen spontan die Verfügbarkeiten für diesen Flug überprüft, da der Dornier Do 328 Jet von nun an sicher bei Sun Air sei, alle Propellermaschinen wurden ausgeflottet, derzeit werden 14 Jets betrieben, innerdeutsch war dies nun nochmal einfacher geworden. Meinen Flug entdeckte ich als es keine Awardverfügbarkeiten für den 4. Juni gab. Die Maschine musste ja irgendwie nach Friedrichshafen kommen und so war für den Sonntag, 3. Juni ein Flug buchbar geworden, ca. 180€ als Cashticket oder 4.500 Avios plus 21€ Steuern und Gebühren. Ohne groß nachzudenken buchte ich diesen asap. Gesagt, getan, gebucht. Ticket ausgestellt, Andre glücklich. 

Zwischendurch kam noch ein weiterer Exot in Sicht, mehr dazu gibt’s demnächst in eigenen Flighttrip, der auch noch am gleichen Wochenende stattfinden sollte. 

 

Am Samstagabend vollkommen entnervt in Hamburg angekommen und schon war die Lust vergangen diesen Monat noch irgendwas zu jagen. Eigentlich hätte ich direkt in Düsseldorf bleiben können, wäre ich auf Irrops besser vorbereitet gewesen. 

 

Sonntag früh um halb neun das Haus verlassen und zum Hauptbahnhof gemacht, dieses Mal mit einem „Schönes-Wochenende-Ticket“. Die Fahrt verlief dieses Mal problemlos und alle Anschlüsse wurden erreicht, dabei auch eine „neue“ Bahn eingesammelt. 

Mit dem Regionalexpress kam ich dann pünktlich 3 Stunden vor Abflug am Airport an, so lange vorher war ich ja schon Ewigkeiten nicht mehr da! Und was lese ich da an den Tafeln? Annulliert. Keine BA greifbar, ich hab mich schon wieder im Maritim gesehen. Nun zunächst einmal die Information, welche nicht sehr hilfreich war, bei der Frage wer bzw. wo der Bodendienstleister von BA sein Büro hat. Bei Menzies dann mit dem Personal gesprochen „Flug findet statt, Airport informiert falsch“, in 20min sollte es öffnen. 

 

Die Maschine war inzwischen auch bekannt und sollte in einer Stunde aus Billund abheben. Nachdem ich beim Check-In noch den Sitz auf 1F gewechselt hatte, ging es durch die Security und zur Hugo Junkers Lounge. Der Priority Pass kam mir mal wieder zu Gute. 

 

Nachdem ich gestärkt war, wollte ich mich zu 30 Minuten vor Abflug zum Gate A28 begeben. Als ich dort ankam wurde ich auch schon ausgerufen und direkt gefragt ohne Boardingpass scannen zu müssen. Ein Bus stand auch schon bereit und schwups ging es los.

In der Ferne sah ich die kleine Maschine mit den Schultertragflächen und Jettriebwerken. Vollkommen ungewohnt. Es war noch Zeit für zwei, drei Fotos und dann ging’s hinein in die gute Stube. 

 

Eine sehr freundliche Begrüßung und eine sehr moderne Kabine erwarteten mich. Ich verstaute meine Sachen und nahm am Notausgang Platz, es wurden noch einige Dinge erledigt bis die Tür geschlossen wurde, die Einweisung und das Ballett kamen. Dann ging es auch schon pünktlich los. Vor der Runway durften wir noch auf drei landende Maschinen warten. 

 

Schau dir selbst diesen bezaubernden Start mit dieser einzigartigen Maschine an! 

Dieses Mal war die Sicht klar und es wurde ziemlich zügig mit dem Service begonnen. Moment, BA und Service? Habe ich was verpasst, ich dachte schon ich sitze in einer First Class oder Privatmaschine. Ja es gab wirklich echten Service. Ich entschied mich für ein Bierchen, Tuborg oder Carlsberg, ich frage nach dem besseren und erhielt ersteres. 

 

Ich wurde auch nach weiteren Getränkewünschen für das Menü gefragt, mit dem Bier war ich jedoch zufrieden. Es gab noch ein Tütchen Nüsse dazu. Das war Runde eins. In Runde zwei wurden die Dinnerboxen verteilt. Heute gab es war kaltes, ein Nudelsalat mit Hähnchenbruststreifen, dazu ein Brötchen. 

 

Lecker war’s und ich fragte mich, wie ich dies auf dem doch sehr kurzen Flug schaffen sollte. Da fing auch schon Runde drei an. Nun wurden die Kurzen ausgeteilt, ein Cognac oder Baileys, ersterer war wirklich gut und geschmeidig im Abgang. Und wenn dies noch immer nicht genug war … wir waren übrigens 16 Passagiere, dazu später mehr … es gab noch eine Kaffeerunde, also die Vierte! Zwischendurch mal wieder ein paar Blicke durch’s Fenster und auf das schöne Triebwerk geworfen! Inzwischen war ich pappsatt und der Sinkflug begann. Und wem das jetzt noch zu wenig Verpflegung war, jetzt begannt die fünfte Runde. Es gab Erdbeereis, dänisches! Ja gerne doch. 

Also mit soviel Service und einer so strahlend freundlichen Stewardess hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Das hat diesen Flug sehr entspannt gehalten. An diesem Wochenende war ich nun wirklich glücklich. Der Landeanflug ging über den Bodensee und die Schweizer Alpen, sowie Konstanz kamen in meinen Blickwinkel. 

 

Bei der Landung noch einen schönen Blick auf das Dornier Museum bekommen. Dann sind wir auch schon zum Terminal gerollt. Süß der Airport. Seid langem Mal wieder ein neuer deutscher Airport in meinem Log!

 
Ja das aussteigen verzögerte sich, ich hatte es nicht eilig. Zwischendurch habe ich mitbekommen, dass nur zwei Passagiere ein Ticket hatten, einer davon war ich mit dem Award. Die anderen alle Mitarbeiter von Sun Air. Ich hab mich auch noch kurz mit den beiden Piloten unterhalten, die Maschine wird in Friedrichshafen stationiert und macht von hier die Flüge nach Düsseldorf. Am Sonntagabend kommt zusätzlich auf der Billund-Rotation eine Maschine zum Einsatz, die Friedrichshafen am Abend wieder verlässt. 

 

Auch von MHS sind keine Flüge mehr durchgeführt. Alles ist inzwischen auf Sun Air umgestellt, die Do 328-100 und die Jetstream leider ausgemustert. Auch draußen war keine Eile, Flughafen Mitarbeiter und Polizei, Airline Mitarbeiter und ich. Alle waren irgendwie ein bisschen „heiß“ auf diese Maschine. Ab heute hier zuhause. Gefühlt war unendlich lange Zeit für Fotos. Ich hatte mich noch mit ein paar der Mitarbeiter unterhalten, dass ich nur für diesen Flug gebucht habe, und sie waren wirklich begeistert davon, mein Feedback zum sehr angenehmen Flug und Service wurde freudig aufgenommen. 

 

Irgendwann ging es dann Richtung Gepäckhalle, ich verabschiedete mich noch und fragte noch bei einem Airportmitarbeiter bezüglich Öffnung des Do Museums. Leider nur durch den Zaun, aber das sollte auch reichen. Bis zur Abfahrt meines Zuges sollte ich schließlich rund zwei Stunden Zeit haben.

Nun hatte ich dies auch mal abgehakt und hab den Senkrechtstarter in Echt gesehen!

 

Wie es bei der Deutschen Bahn üblich war, kommt der IRE nach Ulm verspätet, mit ganz viel Glück und Feenstaub würde ich den Anschluss noch erreichen. 

 

In Ulm hat es dank Verspätung des ICEs (manchmal ist auf DB dann auch wieder Verlass) und Vormerkung auch gereicht. 

 

Damit geht auch ein weiterer Flighttrip erfolgreich zu ende! Es bleibt spannend in 2018!

Ps: folg mir auch auf Instagram und sei aktuell dabei, wenn es wieder reisen und jagen heißt!
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