Wie aus einem Exoten eine Nacht im Hotel wird…

Manchmal kann man nicht widerstehen, wenn besondere Dinge passieren. So geht es mir heute auch. Vor nicht allzu langer Zeit erfuhr ich von einem Flug, der normalerweise nichts besonderes ist. Ein klein wenig will ich die Spannung noch halten, so viel sei gesagt es ist innerdeutsch, und dort ist ja in letzter Zeit einiges passiert. Condor mit 757-300 nach München und WDL Aviation mit BAe 146 ebenfalls innerdeutsch für EasyJet, gut, die beiden habe ich auf anderen Wegen erledigt. Hier gibt’s zum Abschluss die große Boeing 757 und hier gibt's mein Review der WDL Aviation

Heute gibt’s aber mal was ganz neues, drei „Erstbesteigungen“ meinerseits, gut dieses Jahr nicht’s neues, außer, dass es wie schon gesagt innerdeutsch stattfindet!

 

Heute in aller Frühe checkte ich bei Flightradar24 die Flüge, ob mein Plan aufgehen sollte und ein Ferry stattfinden würde (war gestern Abend nicht ersichtlich). Zu meinem Glück sollte die Maschine am Nachmittag nach Düsseldorf überführt werden, sehr gut. Nochmal den Flugpreis gecheckt und es blieb unverändert. Also buchte ich mich ein. Der online Check-In würde normalerweise direkt funktionieren, allerdings liegt „ein Fehler vor“. Also Check-In am Airport…. oder Free Seating? Ich bin gespannt…

Nebenbei noch ein Quer-durchs-Land Ticket bei der Bahn gekauft, damit ich auch direkt zurückfahren kann. Nun bin ich bereits auf der zweiten Etappe im Metronom von Hamburg nach Bremen. Denn das QDL bindet dich an den Nahverkehr, das gute daran, die Zugwahl bleibt flexibel und man kann praktisch jeden Nahverkehrszug in Deutschland nutzen. Auch muss die Strecke nicht zusammenhängend sein und ich kann von meinem Flugziel direkt zurück nach Hamburg damit fahren.  

 

Mit einer kleinen Verspätung in Bremen noch den Anschlusszug erwischt. Von hier wird es dann über Wunstorf und Minden(Westf) nach Düsseldorf zum Airport gehen. Gesamtfahrtzeit wird sich auf etwa sieben Stunden für die Hinfahrt belaufen. 

 

Da die S-Bahn eine Verspätung hatte, direkt den Anschluss in Minden verpasst, ich bin dann mit der ERB und dem Regionalexpress via Bielefeld gefahren. Gegen 17 Uhr kam ich am Condorschalter an.

Ganz ungewöhnlich, es war leer. Kein Mensch weit und breit. Die freundliche Dame versuchte mich einzuchecken, kam aber zum gleichen Ergebnis wie ich mit dem Online Check-In. Nicht möglich, so wurde ich zum Supervisor geschickt. Hier habe ich die nicht freudige Nachricht erhalten, dass der Flug überbucht sei und ich nicht mit darf. Man kann mir keinen Ersatzflug anbieten, jedoch eine Hotelübernachtung und eine Bahnfahrt für den nächsten Tag. Obendrauf die Entschädigungszahlung. Mit diesen Worten schickte sie mir zur AHS.

Nach etwa 20 Minuten des Wartens kam ich dran, Daten wurden überprüft und mir die Fahrtkarte und das Entschädigungsformular ausgehändigt. Bezüglich Hotel wurde ich mit den Worten, „gehen Sie ins Maritim und sagen Sie, die Condor schickt Sie. Die wissen Bescheid und Condor macht die Abrechnung.“

Im Maritim wurde ich freundlich begrüßt allerdings auf einen Moment des Wartens vertröstet, da man noch nicht alle Daten von Condor hat.

 

Ich bin gespannt, wann ich einchecken kann…

 

Es hat eine knappe Stunde gedauert bis das endgültige „go“ von Condor telefonisch bestätigt wurde. Beim dritten Versuch wurde ich dann eingecheckt und erhielt ein Zimmer im 7. Stock sowie einen Voucher für das Abendessen, außerdem war Frühstück inkludiert. Während des Wartens habe ich die Zeit aktiv genutzt, den Bericht fortgesetzt und das Radar beobachtet, die Berliner Airports wurden wegen Unwetter geschlossen und die geplante Maschine bewegte sich keinen Millimeter. 

 

Das Zimmer war wirklich klasse, dafür, dass es mich keinen Cent kostete, groß, Schreibtisch und TV vorhanden, Telekom-Hotspot funktionierte auch im Zimmer bestens, daher kann ich zum Hoteleigenen WLAN nichts sagen. Ich habe mir auch beim Warten einen Rückflug nach Hause gebucht, da dies preislich sehr günstig war und sehr viel angenehmer als mit der Bahn wäre.

Das Abendessen wurde ab 20 Uhr serviert, im vor dem Restaurant Classico wurde ein Buffet für alle notgedrungen untergebrachten Passagiere aufgebaut, die Auswahl war in Ordnung, ich hatte mich ja schließlich auf Lounge-Essen eingestellt. 

Nach dem Essen machte ich mich nochmal mit der Kamera Richtung Airport, bzw. zu den Parkhäusern, da um diese Zeit die Besucherterrasse bereits geschlossen war. Ich sah, dass EW nach Mailand-Malpensa, BA (Sun Air) nach Billund sowie mein geplanter Flug allesamt annulliert wurden, nur noch eine Maschine sollte Düsseldorf heute Abend mit rund achtzehn Stunden Verspätung verlassen, die Azur Air Boeing 767-300ER D-AZUA nach Antalya. Also nichts wie los. 

 

Auf dem Parkhaus gab’s dann noch ein paar nette Zugaben, bis die Azur zurückgeschoben wurde, Mannschaftsairbus, Eurowingsfamilientreffen und Austrian. Dann endlich die große Azur. Bin gespannt wann ich die beiden Muster bekomme, denn sie fliegt sehr sehr sicher auf bestimmten Nummernkreisen mit den Maschinen, hierzu werde ich mich jedoch bald mit einem eigenen Artikel befassen. 

Dann ging’s auch schon Richtung Zimmer, ein Bier aus der Minibar und ins Bett. 

 

Ich habe sehr gut geschlafen, und bin gegen 9 beim Frühstück gewesen, an dieser Stelle ein Lob an das Maritim, mir hat an nichts gemangelt, es war vergleichbar mit dem des Hiltons. Auch eine Cooking Station war vorhanden und besetzt. 

 

Nach dem Frühstück habe ich meine Sachen geholt und ausgecheckt. Und habe mich zurück zum Airport gemacht, denn auf die Besucherterrasse in Terminal B wollte ich auch mal. Hierbei handelt sich um eine Landseitige auf dem Dach des Terminals ohne Verglasung, als Eintritt für das Tagesticket werden 2,20€ fällig und eine Security muss durchschritten werden. Die Position ist sehr gut für einen großzügigen Rundblick und auf die Starts und Landungen. 

DUS_Spotter_Jun_2018

Circa eine Stunde vor dem Abflug gehe ich durch die Security, Fastlane hat auch hier mit dem Basic Ticket problemlos geklappt, selbst das Ticket wurde nicht mit der Eurowings Gold Kreditkarte bezahlt. An dieser Stelle ein Lob an Eurowings, falls der Besitz der Karte im Ticket hinterlegt sein sollte. 

 

Die Security nahm heute 15 Minuten in Anspruch. Mein Heimflug sollte mit leichter Verspätung starten, also entschloss ich mich noch zu einem Besuch der Hugo Junkers Lounge in Terminal B auf ein Bier. 

Zur Abflugszeit startete auch das Boarding und mit der vollen A319 der Gemanwings ging’s zurück nach Hause. Wegen einer dichten Wolkendecke gab’s auch keine Aussicht. In Hamburg bin ich noch in die Airport Lounge gegangen und habe ein paar Exoten abgelichtet bekommen, die sonst eigentlich nie in Hamburg sind. 

Zum Abschluss noch einige Exoten in Hamburg getroffen, unter anderem auch die EC-KTG mit der ich 2015 nach Havana geflogen bin!

Das war’s auch schon von Irrops und Homecarriern. Der nächste Trip folgt schneller als man denkt! 

 

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