Die größte Fokker - F100 bei Helvetic Airways

Es war ein langer Weg, alle meine gesteckten Ziele in diesem Jahr zu erreichen, viele Flugmeilen zu sammeln, noch mehr Flüge als in all den Jahren des Vielfliegens zuvor. Es ist noch nicht mal September und ich habe mehr geschafft als ich mir letzten Dezember vorgenommen habe. Dazu kamen zahlreiche Spontanitäten, Irrops ohne Irregs. Bevor ich ein Buch über alle schreibe, fehlen noch einige Ziele für das neue Jahr, in diesem Flighttrip geht’s wieder um Erstflüge meinerseits.

Helvetic Airways Fokker 100 HB-JVF in Berlin-Tegel TXL

Die Zeit einiger Fabrikate ist angelaufen, nicht mehr viele von ihnen kreuzen unseren mitteleuropäischen Himmel, einige sind bereits verschwunden. Ich liebe es, wenn es kein Standard Airbus oder Boeing Jet ist, so habe ich mir auch circa 6 Wochen vor Abreise diesen Trip geschnürt. Mit Hilfe der ITA Matrix ein geeignetes Datum und halbwegs vernünftige Preise in den Onlinebuchungsplattformen gefunden. 

Heute nehme ich dich auf einen weiteren exotischen Trip mitten in Europa mit. Am Samstag, 18. August sollte meine Reise mit dem Flixbus ab Hamburg ZOB losgehen. Gebucht hatte ich mir eine preiswerte Fahrt mit knapp 3 Stunden Puffer zum Abflug. 

30 Minuten verzögerte sich die Abfahrt, ohne jegliche Informationen, vermutlich stand der Bus einfach im Ferienende-Stau. 

Nachdem die Koffer verladen und die Tickets gescannt waren, ging es schnurstracks mit der Linie 350 nach Berlin. Ich entschied mich bewusst für diese Verbindung, da sie am besten für den Tegeler Flughafen mit Halt in Alt-Tegel (U) geeignet war, ohne durch die ganze Stadt zu müssen. 

Die Fahrt verlief ruhig, keine Staus oder sonstige Vorkommnisse, die kamen erst kurz vor der Station. Eine Straßensperre, ein arroganter Polizist, der in seinem Beruf wohl falsch war, vernünftig mit dem Busfahrer sprechen war nicht seine Kunst. 

Der Ausstieg war zum Glück auch ohne die echte Haltestelle gewährleistet und so ging es direkt mit der U-Bahn zum Kurt-Schuhmacher-Platz, hier kam zunächst eine Lufthansa und kurze Zeit später eine ehemalige Airberlin direkt drüber im Landeanflug auf TXL, wo es auch wenig später für mich mit der Buslinie 128 hinging. 

Die optionalen Boardingpässe wollte der Automat nicht ausspucken, so tat es erstmal der Mobile für die Airport Club Lounge. Nach einem Snack und ein paar Bier ging es zum Check-In A04, wo mich der Mitarbeiter ein wenig verdutzt angeschaut hatte, als ich meine Verbindung sagte. 

Machen nicht viele, ist eine interessante Verbindung waren seine Worte. Bahn fahren kann ja schließlich jeder. Noch schnell die Flasche gelehrt und das erste Mal durch die Gate-Sicherheitskontrolle, es war nicht viel los, so war ich gerade mal zwanzig Minuten vor Boardingbeginn dort. 

Die üblichen Prozeduren kennt ja jeder, neu war die Kontrolle der Powerbank, durch einen Plausch wurde mir erklärt, welche kW-Werte erlaubt seien, so ist bis 100 kW alles gut, ab einhundert wird die Zustimmung der Airline benötigt und über 160kW werden erst gar nicht an Board gelassen. Im Aufgabegepäck ist es schon bei einer geringen Zahl verboten. 

 

In der Ferne erblickte ich vier echte Exoten: jeweils eine Ilyushin IL-76TD und IL-96-300 und zwei Tupolev Tu-214 der russischen Regierung. Jede einzelner dieser Maschinen wäre ein echter Traum! 

Helvetic Airways Fokker 100 HB-JVE

Meine heutige Maschine landete soeben und rollte zu einer Außenposition, mit leichter Verspätung startete das heutige Busboarding und so ging es als einer der letzten in der ersten Bus. Und da stand sie. Aus dem Hause Fokker. Mit dieser Fokker 100 der Helvetic Airways sollte es heute Abend noch nach Zürich.

Wir hatten volles Haus, im Online Check-In 23 Stunden vor Abflug waren nur noch die besten Plätze an den Notausgängen frei, so entschied ich mich für 13F. Die Beinfreiheit war grandios. Alle Vorbereitungen waren abgeschlossen, da erklang eine Ansage aus dem Cockpit, „der Flughafen stünde sich selbst auf den Füßen, daher können wir noch nicht los“. 

Was wäre Berlin ohne Chaos? Irgendwann ging es dann doch zurück, die MD82 der BUC zischte noch durch und dann waren wir auch schon auf dem Weg zum Start in den bereits dunklen Berliner Nachthimmel. 

 

Die heutige Flugzeit sollte eine knappe Stunde betragen und schon bald begann der Service. Ein Käsesandwich dazu ein Bier. Die Aussicht war von tiefen schwarz und Blautönen gesäumt. Wir landeten noch beinahe pünktlich in Kloten, ein paar Abzüge in der B-Note aber sonst alles top. Es war ein schöner Flug, der nun meine Fokker Familie vervollständigte, ob ich die F27 und F28 jemals noch erwische steht in den Sternen.

Für die Nacht suchte ich mir, nach der Busfahrt zum Terminal, ein etwas dunkleres Gate mit einer großen Liegefläche, mit Schlafsack ließ es sich dort auch einigermaßen schlafen, bis die nächtlichen Reinigungsarbeiten begannen, gegen halb fünf war die Nacht nun endgültig vorbei, ich döse noch ein bisschen und …

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