Cityhopper - im Auftrag von KLM

Der legendäre Jet von klm cityhopper. Ich habe ihn im Dezember 2016 und Januar 2017 auf den Strecken Amsterdam - Hannover und München - Amsterdam erwischt.

 

Meine Familie und Freunde nannten mich verrückt als ich mir für die Heimfahrt etwas besonderes ausdachte. Zuerst ging es nach Frankfurt, völlig ohne Sinn?, über Nacht mit einer Rate von 8€/1000 Meilen hatte ich mir ein Hotelzimmer genommen. Die acht Euro kamen zustande, weil Miles and More für die erste Buchung über ihre Seite 5.000 zusätzliche Meilen versprach und so suchte ich mir das günstigste Hotel. Hierbei langte ich beim Comfort Hotel Frankfurt City Centre mit knapp 50€ nicht-stornierbar zu. So oft ich auch schon in Frankfurt am Main war, ich mag diese Stadt einfach nicht. Ich laufe, ungewollt, immer die gleichen Wege ab. Es war schon Winter, mein Flug ging am 17. Dezember 2016 um 18:30 nach Amsterdam AMS mit der E190 der klm cityhopper. Gegen 14 Uhr war ich bereits am Airport, hab mein Gepäck eingecheckt, durch Flying Blue Ivory (Basis Mitgliedschaft) habe ich 10€ auf der Strecke FRA AMS HAJ an Gebühren gespart. Ich entschied mich allerdings erst am Airport zur Aufgabe, da meine Reisetasche plus Laptoptasche doch schwerer waren als 12kg zusammen und ich dies nicht riskieren wollte. So dachte ich noch "da kriegste dann auch die Boardingpässe in KLM Farben" - Pustekuchen, ein billigeres Ticket hatte ich per dato noch nicht erhalten, beide Segmente drauf, keine "Würdigung" der Airlines, nicht mal den Andenken-Charakter brachte es mit. Es war schlicht. Schwarz auf Weiß. Gut nun hatte ich vier Stunden bis zum Flug, KLM fliegt in Frankfurt von Terminal 2 und hier war gähnende Leere. Security hat Löcher in die Luft gestarrt, ein Airberlin-Kunde hat sich mit ebendiesen gestritten, typischer Fall von die Flüssigkeiten müssen draußen bleiben oder in den Literbeutel. Eine Airberlin Angestellte fragte mich ob ich einen Flug nach Berlin hätte, nee zum Glück nicht, aber es war der Meckerling auf der anderen Seite. Ich hätte mich ja gefreut, wenn er am Boden geblieben wäre.

 

So 4 Stunden habe ich mit Website-Arbeiten an der alten Homepage zugebracht, Bilder sortiert, bearbeitet oder gelöscht. Ich holte mir vorher einen Capuccino in der anscheinden einzigen Lokalität weit und breit. Abgesehen von den Lounges von AF und BA. Ohne Status kein Einlass. Auch Priority Pass besitze ich bisher nicht. Neben der AF Lounge gibt es zwar keine Steckdosen, aber es ist der einzige unverbaute Ausblick auf das Vorfeld und die Startbahn nahe meines Gates gewesen. 

 

Irgendwann näherte sich die Zeit des Boardings, und so wie es an T2 eigentlich üblich ist bei meinen Abflügen war es mal wieder ein Busgate, natürlich inkludierte Flughafen-Rundfahrt, weil wieder letzt möglicher Stellplatz. Das Boarding erfolgte pünktlich und so ging es auch in die Luft. Der Flug verlief ohne Probleme, ich entschied mich schon beim Buchen im September für die Sitze der Premium Economy, mehr Sitzabstand. Beim Checkin wurden die Sitze der Europe-Businessclass freigegeben, sodass ich noch ein paar Reihen nach vorne rücken konnte. Ohne Aufpreis. Sitz 02A. Fenster. Nebenplatz blieb zum Glück frei. Es handelte sich um einen recht bequemen Ledersitz mit etwas mehr als Standard Sitzabstand, leider war Reihe 1 nicht buchbar. In Amsterdam sogar frühzeitig gelandet. Dies war mein erstes Mal an diesem Flughafen und es sollte nicht das letzte sein. Da ich einen Multicity buchte, führt mich jede Strecke über Amsterdam. 

 

Bis zum Weiterflug hatte ich gute anderthalb Stunden, Gate war am Terminal mit Treppe aus dem Flieger und fester Treppe ins Terminal. Zum Glück hatte ich die Tasche aufgegeben. So bin ich ein wenig durch die Gate Area von vorne nach hinten getingelt. Immer wieder. Es war dunkel und spotten war nicht so gut. Regenschauer. Zeit für's Boarding nach Hannover. Diesmal mit der legendären Fokker 70 hier blieb es beim Premium Economy Sitz 06A. Hier nahm sich das alles nichts. Einziger Vorteil war es vor der Tragfläche sitzen zu können. Eigentlich bin ich "Hintensitzer" aber das mag ich bei Hecktriebwerken nicht. Auch ist das Erlebnis vorne, im Nachhinein betrachtet, schöner. Busgate und als letzter Einsteigen ließen mich ein paar Bilder der vielen Fokker machen. Nur kein Stress. Pünktlich rollten wir los. An Board gab es sogar noch einen Snack, besser als auf mancher Lufthansa Kurzstrecke. Das fasziniert mich bei KLM noch sehr, ein Sandwich auf einem knapp 45 minütigem Flug inkl. abgefüllten Wasser und dazu noch eine Getränkerunde, hierbei gab's für mich noch ein lokales Bier. Heineken. Nicht mein Liebstes, aber ich trinke am liebsten das Lokale, wenn ich schon mit einem Foreign-Carrier fliege. Überpünktlich begann der Sinkflug nach Hannover und genau hier beginnt der zweite Teil des Erlebnisses. Die F70 geht nicht mit dem Heck zuerst runter sondern mit der Nase. Kurz vor der Landebahn wird dann hochgezogen, um die anständige Landung durchzuziehen. Ein sehr effizienter Abstieg und endlich was neues!

 

In Hannover deboarding über die eigene Treppe  und über Treppe in den Finger. Seltsam. Ich mag die Flieger mit eigener Treppe, aber dann muss es ein Busgate sein. In Hannover fünfzehn Minuten auf das Gepäck gewartet.

 

30. Dezember 2016

Strecke HAJ AMS MUC

 

Flug KL1904 mit E175 ebenfalls Europe Business Class freigegeben. Diesmal Seat 03A, diesmal sogar noch bequemere Ledersitze. Boarding completed. Kein Pushback. Cockpit meldet sich zu Wort. Mist Weather in Amsterdam. Start verzögert sich um 50 Minuten. Über AMS noch ewiges gekreise. Wieder meldet sich der Pilot. Gleiches Thema wie in Hannover. Diesmal kam aber noch "Traffic" hinzu. Nach der 5. Runde ging es plötzlich sehr schnell runter. Die Wolken waren echt sehr tief. Ich dachte wie wären höher und zack im dichtesten Nebel gelandet. Eine Fokker 70 stand neben der Landebahn, ich habe sie kaum als solche erkannt! Mit einer Stunde Verspätung gelandet. Mir war das prinzipiell egal, denn so verminderte sich mein Umstieg um eine Stunde. Wieder das gleiche am Amsterdamer Airport, diesmal zwar Tageslicht, aber spotten bei Nebel ist quasi unmöglich. Nach München. Flug KL1797 diesmal mit einer Boeing 737-700. Meine Erste. Auch hier wurde die Businessclass für Eco+ freigegeben. Diesmal hatte ich in 03F. Die Sitze waren nicht aus weichem Leder wie in den Regionaljets, sondern recht "normal". Diesmal gab's den besten Sitzabstand mit 33 Zoll. Leicht verspätet ging es raus und diese Verspätung wurde auch nicht aufgeholt. In München am gefühlt letzten Gate von Terminal 1 gelandet. Neben der Konzernschwester Air France und der Tochter transavia. Diesmal nur Handgepäck und direkt in die Arme von Freunden gelaufen.

 

2. Januar 2017 Rückflug nach Frankfurt

Strecke MUC AMS FRA

KL1796  Fokker 70

Mit fünf Minuten Verspätung raus und auch gelandet. Wieder Europe Business Class auf Seat 03A eingenommen. Wie beim ersten Fokker Flug verlaufen. Keine Besonderheiten, naja gut, einmal sind wir noch im Kreis geflogen. Und ewig zum Parkplatz gerollt. Schade, dass die Flieger 2017 ausgemustert werden sollen.

 

Diesmal war AMS eine Herausforderung, denn ich hatte nur 45 Minuten zum Umsteigen, wegen Busgate und ewiger Fahrt minderte sich dies auf nunmehr zwanzig Minuten. Ein Rennen gegen die Uhr. Angekommen zwischen B und C. Gate B04, wieder Busgate. Theoretisch hätte ich nur die Seite wechseln müssen und wäre so als erster am Flieger. 

Flug KL1773 AMS FRA E190

 

Flug mit zwanzig Minuten Verspätung raus, weil keiner mit dem Boarding der Busse beginnen wollte. Das war der einzige Minuspunkt an der Reise. 

 

Auf allen sechs Segmenten gab es nur zweimal das gleiche zu futtern und nicht am selben Tag. 

 

Einziges Vorkomnis in Frankfurt war noch eine Vollbremsung des Busses, weil er eine ankommende A319 der British Airways auf dem Rollweg vom Gate zur Runway passieren lassen musste. 

 

 

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