Anreise nach Mallorca und der Tag

Einmal auf die Sonneninsel?

 

Warum wollen wir eigentlich immer weg? Im Grunde genommen fliege ich rein aus Langeweile und Spaß, da ich sonst nichts anderes zu tun habe. So verfolge ich diverse Änderungen in Flugplänen, besonders auf der Kurzstrecke. Und darum geht es in diesem Reisebericht auch, weil Eurowings derzeit auf große Expansion setzt haben sie zunächst diverse Wetleases vereinbart, auf der Kurzstrecke, also innerhalb Europas fliegen so beispielsweise  Air Europa, Czech Airlines, Laudamotion und einige andere auf den altbewährten Strecken, während Eurowings selbst neue Strecken erschließt und Frequenzen erhöht. Auf der Langstrecke fliegen zum Beispiel derzeit neben Sun Express, welche seit Anbeginn der Eurowings die Langstrecke durchführt, die Air Tanker mit dem militärischen Airbus A330MRTT sowie die Privat Air mit Boeing 767-300ER. Letztere fliegt auch einen Montagsumlauf auf die deutsche Ferieninsel Mallorca. 

 

Und genau hier beginnt mein Trip, wegen der Schweizer Airline habe ich einen Flug von Palma de Mallorca PMI nach Düsseldorf DUS gebucht, für gute 50€ inkl. Sitzplatzreservierung in Reihe 1. Aber wieso denn von PMI starten? Mit der Bahn kann ich mich schlecht positionieren, auch ein direkter Return, also mit der gleichen Maschine zurück war mir zu teuer. An dieser Stelle kommt mal wieder mein Meilenpolster zum Einsatz, diesmal von Eurowings. Hier konnte ich von Hamburg aus einen Flug einen Tag vor der Rückreise finden. Im Normalfall hätte dieser bei Eurowings knapp 300€ gekostet, hiermit kann man die Meilen als sehr gut angelegt betrachten. Mit Basic sollte es also runter gehen. Hinflug gegen 6:15 an einem Sonntag… wer macht denn sowas freiwillig, wenn nicht ich? 

 

Zum Glück hatte ich noch die Idee einen Mietwagen zu buchen, sodass ich nicht bereits mitten in der Nacht los musste, die Wochenendmiete über den ADAC mit Abgabe am Airport lohnt sich bei solch frühen Abflug ganz gut und mit dem Auto konnte ich noch einen weiteren Ausflug machen, der sonst nicht statt gefunden hätte. 

Sonntag 25. März 2018

 

Früh geht es zum Airport, welcher knapp 10km von meiner Wohnung entfernt liegt. Pünktlich zur Öffnung der Airport Lounge (meinem zweiten Zuhause, zum Review geht’s hier entlang!) bin ich am Flughafen, da es selbst beim Priority Checkin sehr voll ist, versuche ich es gar nicht mit dem Sitzwechsel auf ein Exit und es geht direkt zur Fastlane, die Nutzung ist bei einem Eurowingsticket mit der EW-Gold Kreditkarte selbstverständlich, zum Glück war hier nichts los. Zum Frühstück bleiben mir gute 30 Minuten in der Lounge bevor das Boarding an Gate A46 beginnt, normalerweise fliege ich aus dieser Ecke nach München.  

 

Keine Minute zu früh bin ich gegen 5:45 am Gate A46 zum Boarding. Noch eine kurze Ansage und schon geht es rein. 

 

Gate A46 HAM-PMI EW7584 A320-200 D-AEWJ 30A

 

 

Als ich online eincheckte waren nur wenige Sitze belegt, als einer der ersten im Flieger bestätigte sich dies leider nur kurz, denn der Flieger schien mir komplett ausgebucht zu sein. Ich nutzte die nächsten zwei Stunden, um nochmal zu schlafen. Kurz vor der Insel war die Ruhe dann auch vorbei, Eurowings bot auf diesem Flug 10 Minuten kostenfreies Wlan an, dies konnte ich sogar noch nutzen, zu diesem Zeitpunkt sagte mir FR24, dass wir gerade über der Cote d’Azur waren, gute 40 Minuten bis zum Ziel. Mit einem sanften Ruck landeten wir schließlich auf einer nassen Piste. 

 

Ich hatte mir über doyouspain einen Mietwagen für knapp 10€ reserviert, jedoch erst ab Mittag, die Zeit dazwischen wollte eigentlich zum Spotten nutzen, dies fiel jedoch wirklich in Wasser, so nutzte ich die Zeit, um ein paar Reviews fertigzustellen. 

 

Das Auto war bei einem relativ neuen Vermieter reserviert, es finden sich im www kaum Berichte hierzu, aber warum nicht mal das Risiko eingehen? Der Vermieter nennt sich „wiber“ und bietet seine Autos keine 5 Minuten mit dem Shuttle vom Flughafen entfernt an, somit entfallen lästige Airportgebühren. Da ich im Ausland immer die günstigste Kategorie buche, war ich somit auf alles eingestellt, vom Schrottwagen bis hin zur S-Klasse. 

Da zum Mietbeginn noch kein Shuttle am Airport war, tätigte einen Anrufen, die Station spricht nur Spanisch und Englisch, es wurde ein Wagen geschickt, welcher knapp fünfzehn Minuten später am Flughafen war, er entschuldigte sich nochmal dafür, es waren noch andere für 12 Uhr in seiner Liste, auf die noch gewartet wurde. 

 

Die nahegelegene Station hatte wirklich alles vom Kleinstwagen bis zur Familiekutsche inklusive Sportwagen. Neu und unbekannt ist nicht gleich schlecht. 

Sehr freundlich wurde ich begrüßt, auf Grund des neuen Geschäfts war es wirklich noch eine kleine Baustelle, während vorne der Eingang gepflastert wurde, wurden innen die Rechner in Betrieb genommen. Nachdem wir dreimal den Arbeitsplatz wechselten (mit zahlreichen Entschuldigungen) durfte ich auf dem Mietvertrag mit der Maus unterschreiben, Grund Windows 10 und Touch am Desktop-PC. 

 

Dann hatte ich auch schon das Auto, es wurde ein Nissan Micra, für die Zwecke der kurzen Miete vollkommen ausreichend. Ich vermute es handelte sich um einen Leasingrückläufer, da er bereits über Zehntausend Kilometer runter hatte. 

Nun machte ich mich zum Hotel, ich hatte vorher geschaut, ob ich ins Hilton oder ein anderes meiner favorisierten Kettenhotels gehe, jedoch waren hier die Preise jenseits von gut und böse. Ich buchte via booking.com das Occidental Playa de Palma mit Halbpension für 70€. Laut Buchung war kein Parkplatz verfügbar, dies machte auch nichts, da direkt gegenüber zahlreiche Stellplätze verfügbar waren. Ich konnte zunächst einchecken, jedoch sollte ich noch eine Stunde warten bis das Zimmer fertig sei, in der Zwischenzeit bekäme ich an der Bar ein Begrüßungsgetränk, wahlweise Sekt oder O-Saft. Leider habe ich nicht ans Bild gedacht, als ich letzteren trank. 

 

Das Wlan war im gesamten Gelände mit guter Geschwindigkeit verfügbar, durch ein Passwort geschützt, konnte man sich mit Email und Zimmernummer anmelden, Fantasieangaben waren auch hier möglich. 

 

Das Hotel wirkte nicht ausgebucht, wir befinden uns noch in der Nebensaison. Gegen zwei konnte ich nun auch mein Zimmer im vierten Stock beziehen, leider ein Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten, es ist zwar allein etwas doof, aber das stört nicht weiter. Nach einer Dusche ging es zurück auf die Straße. 

 

Da ich eigentlich nichts geplant hatte, und ursprünglich zwei ruhige Tage bei Sonnenschein und Cocktails machen wollte, was dann durch den Regen ins Wasser fiel, ging es einfach mal ohne Ziel auf die Straße gen Nordosten. Abseits der Hauptstraßen kann man auch schon in diverse kleine Ortschaften, mit teilweise sehr abenteuerlichen Strecken. 

 

Da das Wetter kaum eine Besserung in Aussicht stellte, gibt es diesmal leider keine Bilder. Ich versuche die Route mal nachzustellen.

Es waren rund 150km.  Kurz nach Petra war ein Bild drin, der Hunger brachte mich aber wieder zum Abendessen ins Hotel zurück, da ich eine Rate mit Halbpension gebucht hatte. Der Aufpreis war gering im Vergleich zu nur Frühstück. 

 

Das Buffet hatte eine gute Auswahl. Ich vermute, dass es jeden Abend wechselt. Sehr viele Deutsche waren anwesend, das Personal sprach teilweise auch deutsch, ich bin da dann doch lieber auf Spanisch beim bestellen der Getränke geblieben, kommt einfach besser an. 

 

Am Abend machte ich nicht mehr viel, da ich doch recht k.o. vom Tag war. 

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