Madrid Kurztrip oder das erste Mal Businessclass

Dieses Mal gibt’s keine neue Reise sondern einen Rückblick auf eine vor 1,5 Jahren stattgefundene Städtereise nach Madrid. Im Januar 2016 entschied ich mich Madrid zu buchen, wie fliege ich? Mit Tripadvisor habe ich verschiedene Flüge verglichen, nach Havanna wusste ich, dass ich nicht mehr mit Air Europa fliegen will, die Preise bei der Lufthansa für Economy beliefen sich auf rund 200€. Mit LAN Airlines fand ich einen sehr guten Preis, 83€/Flug plus Steuern/Gebühren für die Business Class, also Zugang zur Air Canada Maple Leaf Lounge in Frankfurt, bessere Sitze und Beinfreiheit im Flieger, übrigens beide Dreamliner, besser konnte es doch nicht laufen.  

Es war das letzte Wochenende im Mai, losgehen sollte es von meinem damaligen Wohnort in Hessen, zunächst mit dem Bus, dann mit der Bahn Richtung Frankfurt/Main. Ich hatte mir den Freitag und Montag Urlaub genommen, da die Flugzeiten mit Anreise doch nicht ganz optimal waren um vorher zu arbeiten. So konnte ich entspannt die Reise beginnen. Gegen 16 Uhr kam ich in Frankfurt an, direkt zum Check-In von LAN/TAM gegangen, jedoch war noch geschlossen. Online hatte ich mir bereits Sitze reserviert, wollte jedoch noch die Bordkarte und die Lounge Invitation. Eine knappe halbe Stunde musste ich noch rumschlagen.

Gegen 16:30 eröffnete der Schalter, also knappe drei Stunden vor Abflug. Business und Economy waren gut getrennt, die Ansage sich als C-Gäste nach links anzustellen kam auf Spanisch und löste bei vielen Gästen Verwirrung aus. Mit der Platzkarte und dem Invitationletter ging es direkt zur Kontrolle in T1 zu den B-Gates, es war nichts los und ich konnte direkt durch und zur Air Canada Maple Leaf Lounge gehen. Wie durch Zufall liegt sie direkt über meinem Abfluggate B42. Es gibt verschiedene kalte und warme Speisen vom Buffet, alkoholische Getränke und Softdrinks zur Selbstbedienung. Die Lounge ist angenehm groß, schön gestaltet und bietet eine unverbaute Aussicht auf die darunter liegenden Gates.

Da das Boarding gegen 18:35 startet mache ich mich zehn Minuten eher auf den Weg, auch wenn es direkt um die Ecke liegt. Das Boarding verzögert sich nochmal um 10 Minuten, dann geht es aber auch geregelt mit Priority los. Auf dem Hinflug habe ich Seat 2A in der 787-9, die Businessclass ist vielleicht zu einem Drittel gebucht, mein Nebensitz bleibt daher leer. Der Service während des Boarding ist sehr angenehm, der Flugbegleiter begrüßt mit Namen und stellt sich persönlich vor. Zu Beginn werden verschiedene Welcome Drinks angeboten, ich entscheide mich für Pisco Sour zum Einstieg. Während der Finger abgezogen wird begann es heftig zu schütten und der Start verzögerte sich um 45 Minuten, da FRA dicht war. 

 

Kurz nach 20:15 geht's auf die 18 und direkt los. Um 21 Uhr beginnt der Dinner-Service. Es gibt Salat dazu Brötchen, zum Nachtisch gibt es einen Pudding mit Früchten und Schokoladensoße. Ich entschied mich für Wasser und einen Weißwein, es wurde Ciclos Torrontes 2015 gereicht. Als Gran Final nehme ich einen Whiskey, Chivas 12. Der restliche Flug über Südfrankreich und Nordspanien nach Madrid ist angenehm. Ich habe den Flat-Bed-Seat getestet und ich kann mich leider nicht vollständig ausstrecken, aber es ist ja nur um mal das Produkt auszuprobieren und nicht um diesen kurzen Flug zu verschlafen. Die Massagefunktion ist klasse. Ursprünglich sollten wir gegen 22 Uhr landen, durch die Verzögerung ist es jedoch 23 Uhr als ich den Flieger verlasse. Gegen 23:30 habe ich dann auch mein Gepäck und mache mich schnell zur Metro. Ich lasse mir noch beim Kauf des richtigen 3 Tagestickets helfen, diese Entscheidung darf ich hinterher bereuen, denn es gilt nicht pro angefangene 24 Stunden sondern tatsächlich tagesbezogen, hierauf wurde jedoch nirgends hingewiesen. Auch nicht vom Personal. Mit der Metro geht es über Nuevos Ministerios mit der 8 auf die 10 nach Alonso Martínez und mit der 5 zur Haltestelle Opera. Denn hier befindet sich meine Unterkunft, das Hostal Berlin-Madrid, fast gegenüber vom Teatro Real. Die Fahrt dauerte eine knappe Stunde. Der Check-In war mit Händen und Füßen, da der Rezeptionist kein Ton Englisch konnte. Für die nächsten drei Nächte hatte ich hier ein Einzelzimmer gebucht. Frühstück war keines inkludiert, sodass ich mir dieses unterwegs holen werde. 

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