Ostern durch Breslau... und im Flieger

Ich bin eigentlich kein Fan von Festlichkeiten, abgesehen von Weihnachten, jetzt haben wir Ostern und ich weiß nicht mehr wann es war, aber als ich sah, dass Ryanair Sun reguläre Linienflüge von Ryanair nach Deutschland übernehmen würde, ich vertraue an dieser Stelle auf die Angaben in ihrem Flugplan, war für mich kein besser Zeitraum als über Ostern in nächster Zeit frei. Die letzte große Reise führte mich nach Usbekistan (Bericht in Arbeit) und so war mal wieder etwas im Nahbereich nötig. 

 

Am Freitag machte ich noch Haushaltsaufgaben, genoss das gute Wetter in der Hängematte auf meinem Balkon und bereitete mich absolut nicht auf den anstehenden Trip vor. Für die, die es noch nicht wissen, Ryanair Sun wurde ursprünglich 2018 gegründet um für polnische Reiseveranstalter im reinen Chartergeschäft zu Warmwasserzielen zu fliegen. Mit der Auflösung der polnischen Basen von Ryanair selbst wurden mehrere Maschinen in die polnische Tochter überführt und der Linienbetrieb ausgeweitet. 

 

Samstag, 20. April 2019

 

Früh klingelt der Wecker, eigentlich bin ich kein Fan vom frühen aufstehen, für frühe Abflüge (vor allem Direktflüge) mache ich das aber doch ganz gerne, gegen 7 Uhr komme ich an meinem neuen Heimatflughafen an, an der Sicherheitskontrolle ist ungewohnt wenig los, in zwei Minuten wäre ich eigentlich durch. Eigentlich…? Genau, mein Macbook wurde für den Sprengstofftest ausgewählt, hatte ich ja lange nicht mehr. Und es stoppte die komplette Abfertigung an dieser Spur. Über einen Positiven Test freut man sich doch wirklich nie! Die Bundespolizei rückte an, wirklich jetzt? Bitte einmal anmachen, „ja gut, dafür müssen sie es mir auch geben…“. Anmachen und Autostart des Mailprogramme war nicht genug, ich sollte doch noch auf meinem überfülltem Arbeitsplatz mehrere Dateien öffnen. Natürlich, kein Problem, so öffnete ich 4 Screenshots des Usbekistan Reports. Alles klar? Dann ist ja gut, ich kann einpacken und zum Gate bzw. in die Airport Lounge. 

 

Das übliche Frühstück in der üblichen Lounge, dann zu den hintersten A-Gates, es ist doch mehr los, als ich vorhin angenommen habe, ich reihe mich hinten in der non-priority Schlange ein, ich habe gestern nochmal nachgemessen, das Cullmann Daypack 300 ist leicht über den vorgegebenen Maßen, ach was solls, interessiert hier ja eh keinen. 

 

Ich habe recht spät eingecheckt und im Lostopf 6D erhalten, immerhin kein Mittelsitz, die Maschine sieht ausgebucht aus. Ich verschlafe die meiste Zeit vom Flug. Mich hat heute die SP-RSD nach Krakau gebracht, mit dem nächsten Zug geht es zum Hauptbahnhof, ich habe noch etwas Zeit, um einen Wrap zu essen und mache mich zeitig zu meinem Anschluss auf.

Mit dem Flixbus geht es, von der oberen Ebene des Busbahnhofs, nach Wroclaw (dt. Breslau), wo ich gegen halb vier ankomme. 

 

Einmal durch den Bahnhof durch und noch schnell ein Ticket für die Straßenbahn gekauft und schon sitze ich in ebendieser auf dem Weg zum Mercure Hotel am Rande der Altstadt. Von der Station sind es nur wenige Meter, freundlich werde ich begrüßt, wie es sich für einen Goldkunden gehört gibt’s direkt ein Upgrade auf eine höhere Zimmerkategorie. Nach einer kurzen Pause mache ich mich auf den Weg in die Altstadt.

Vorbei am Museum für Architektur und der Markthalle komme ich zur Oder. Auf der Oderinsel Wyspa Piasek befindet sich die katholische Kirche, sie ist mit drei Brücken zum Festland verbunden, eine davon ist die Dombrücke, sie führt zum Breslauer Dom, der dem Krakauer recht ähnlich sieht. Unterwegs dorthin begegnen mir zwei Zwerge. 

Ich schlendere entlang der Kathedrale und weiteren Gebäuden, die zum Architekturzentrum gehören, nach einer runde geht es zurück über die Inseln mit Kurs auf die Altstadt, der Park Slodowa auf der gleichnamigen Insel ist gut besucht, das Wetter ist ja auch spitze. 

So komme ich nun an der Kirche des Jesus Christus und der Universität sowie des „mathematischen Turms“ der Universität vorbei. Durch eine Gasse vorbei an unzähligen Bistros, überwiegend Fastfood-Läden wie Pizza, Thai, Burger oder Döner, aber auch kleinen Cafés komme ich auf die den großen Platz der Altstadt. In einer Ecke steht die St. Elisabeth-Kirche, auf dem Platz tummeln sich die Besucher der Stadt, und auch ein weiterer „Zwerg“. 

Die Zeit ist schon weit vorangeschritten und so komme ich beim historischen Rathaus von Breslau am Restaurant Pod Freda vorbei, die Karte klingt ganz gut. Es wird sogar selbst geschlachtet und geräuchert. Es ist warm und da sitzt man doch gerne draußen. Wenn ich in Polen bin, nehme ich meistens Kotelett, Sauerkraut und Salzkartoffeln, heute ist ersteres leider aus und der Kellner schlägt mir andere Fleischgerichte vor. Ich entscheide mich nun dagegen und nehme Bigos, das polnische Nationalgericht, dazu Salzkartoffel und ein großes Tyskie. Das Bier kommt im Tonkrug, allerdings nur das Große.  Das Essen kam zeitig und war sehr lecker und sättigend. Nachdem ich noch drei weitere Zwerge traf, lauschte ich noch Live Musik und ging langsam Richtung Hotel. 

 

 

Ostersonntag, 21. April 2019

 

Heute konnte ich mal wieder richtig ausschlafen, gegen 11 verließ ich das Zimmer und checkte aus, einen Sparziergang Liebichs Höhe machte ich noch um die Zeit bis zur Abfahrt des Busses zum Flughafen zu überbrücken. 

 

Mit dem Bus ging es in 43 Minuten zum Flughafen, ich hatte mir zuvor am Automaten ein Ticket für 3,40 Zloty gekauft. Die Zeit bis zum Abflug verbrachte ich noch in der Airportlounge, im Dutyfreeshop nahm ich noch ein paar Tafel meiner Lieblingsschokolade mit und machte mich zeitig zum Gate.

 

Ich hatte recht spät bei Wizz Air eingecheckt und landete auf 2C. Die Reihe blieb allerdings frei und so rutschte ich ans Fenster. Die Zeit verbrachte ich mit einem Teil des Berichts, bei einem Bier aus dem Fenster schauen, das Wetter war klasse. Wir landeten in etwa pünktlich in Eindhoven. Zu Fuß ging es den weiten Weg zum Terminal und mit dem Bus in die Stadt. 

Nach einem kurzen Rundgang schaute ich nach einer früheren Verbindung nach Deutschland und buchte unter Einsatz eines eCoupons für knapp 10€ eine Bahnverbindung nach Düsseldorf. Somit kam ich doch einige Stunden eher als gepuffer-plant am nächsten Hotel an. Im Mercure Dusseldorf City wurde mir auch direkt ein Schokohase gegeben und ein Upgrade auf ein Doppelzimmer. 

 

Ich habe mir noch ein Subway-Sandwich in der Nähe gekauft und ein Weizen als Welcomedrink an der Bar mitgenommen, mehr war am Abend nicht mehr geschehen. 

Ostermontag 22. April 2019

 

Ich nutzte die freie Zeit mich mit Freunden zu treffen und mal ohne Kameras unterwegs zu sein. Gegen Nachmittag fuhr ich zum Airport und verbrachte die Zeit bis zum Abflug in der HJ-Lounge. Nebenbei plante ich weitere Reisen. 

 

Mit Eurowings ging es am Abend zurück nach Hause. Leider etwas verspätet und so war ich gegen Mitternacht in meinem Bett.  

Eurowings operated by TUIfly 737-800 D-ABKN an dieser Stelle stellvertretend für die D-ABMV
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