Ein Tag in Nürnberg

Es ist mal wieder Zeit für einen Tagesausflug, diesmal nicht ganz so spontan wie beim letzten Mal.

Am Black Friday gab es bei der Lufthansa einen 30€ Gutschein, diesen habe ich unter anderem für einen Onewayflug von Hamburg nach München genutzt. Da ich lange Zeit noch kein Ziel vor Augen hatte ließ ich den Rückflug zunächst offen, man weiß ja nie, ob es noch einen netten Exoten auf der Strecke nach irgendwo gibt.

 

Anfang Januar hatte ich mich dann auch entschieden, mit mehreren Faktoren, dass es nach Nürnberg gehen sollte, der Rückflug mit Eurowings wurde dann auch schon für den Sonntag gebucht und so bleiben mehr als 24 Stunden um die Frankenstadt anzuschauen.

 

Von MUC nach Nürnberg geht es mit dem ICE-Sparpreis, durch die aktuelle Ferrero-Aktion nochmal zehn Euro am Ticket gespart, sodass es für knappe zwanzig Euro in der ersten Klasse weiter geht.

 

Da ich die Tage zuvor einen Mietwagen hatte konnte ich diesmal recht entspannt zum Airport fahren, Samstag morgens ist zum Glück noch nichts los, ich mein wer will schon um halb sechs auf der Straße sein. Ich habe bereits gestern Abend eingecheckt und gehe mir nur noch am Automaten die Bordkarte holen, dort überprüfe ich nochmal, ob meine Reihe weiterhin leer ist, und in der Tat, die Reihe 35 in dem A321 habe ich für mich.

 

Die Security ist heute sehr leer, sodass ich in weniger als 5 Minuten Airside bin, natürlich nicht ohne die obligatorische Nachbetastung.

 

Bis zum Boarding habe ich noch eine Dreiviertelstunde, daher gehe ich noch in die Hamburg Airport Lounge zum Frühstücken, durch den Priority Pass kommt mir das dieses Jahr ganz gelegen. Die Auswahl ist wie üblich gering, jedoch wird man auch hier satt. 

Gegen 6:40 mache ich mich auf den Weg zum Gate A41. Es ist wenig am Gate los, das Boarding beginnt zeitig und einige haben es noch nicht drauf, dass die Hansa im Halbstundentakt nach MUC fliegt, denn es piept und tutet bei vielen Gästen, dass sie am falschen Flug sind.

Die Businessclass ist heute mit 9 Reihen wirklich groß und es kommt zu einigen Umsetzungen, auch Beschwerden. Reihe 35 und ich bleibe alleine. Leicht verspätet rollen wir los. Dafür geht’s aber direkt in die Luft. 

Das Wetter ist gar nicht mal so schlecht in Hamburg, über dem Rest der Republik ist es stark bewölkt. Ich genieße die Ruhe und die Beinfreiheit. Der Endanflug auf München beginnt, nur wo sind wir überhaupt?

 

Sicht gleich Null. Gefühlsmäßig sind wir noch viel zu weit oben, aber nein erst kurz vor dem Aufsetzen können wir die Landebahn erkennen. Ein dichter Nebel liegt über München.

Heute gibt es mal wieder eine Position im Satelliten. Zwischen Ankunft Terminal und S-Bahn liegen heute zum Glück nur Fünfzehn Minuten, mit der nächsten S-Bahn geht es zum Hauptbahnhof. Weil ich vorher nicht wusste wie schnell ich rauskomme habe ich nun Aufenthalt und besuche die DB-Lounge für ein zweites Frühstück. 

Das Frühstück war eher Pausensnack und dann geht es mit dem ICE der Serie 3 nach Nürnberg, mit einem Hörbuch überbrücke ich die Stunde. Mit der S-Bahn geht es weiter zum Frankenstadion, denn dort, beim Trainingsgelände des 1. FC Nürnberg, liegt das Hilton. Früher Checkin und Statusupgrade auf die höchste Kategorie haben problemlos geklappt und auch der Late-Checkout wurde direkt angeboten. Da das Hotel über keine Lounge verfügt gab es Gutscheine. Einer für ein Getränk an der Bar und der andere für zwei Artikel aus dem SnaxShop.

 

Nachdem ich das Zimmer bezogen hatte ging es mit der S-Bahn zurück zum Hauptbahnhof und in die Altstadt. Hier mache ich einen Rundgang entlang der Stadtmauer zur Henkersbrücke, zum Dom und zur Kaiserburg. Letztere ist leider geschlossen, sodass ich lediglich die Aussicht über die Stadt genießen kann. 

Dann geht es weiter einfach nur die Auszeit zu genießen und sich ein paar andere Ecken anzuschauen. Durch einen Tipp sollte ich „3 im Weckla“ essen, gesagt getan, denn ich war eh hungrig, eines vor Ort und eines toGo. 

Den Abend lies ich an der Bar ausklinken und schaute im Zimmer noch einen Film über ein Flugzeugunglück. Ich konnte gut und leider auch sehr lang schlafen, sodass ich erst spät zum Frühstück kam. Also sehr voll, aber es war noch alles da.

 

Zur Mittagszeit machte ich mich dann auch zum Flughafen. Da ich noch ein Ticket mit einem Sitzwechsel wollte. Gegen einen Plausch mit Insiderinfos am Eurowings Priority Check-in habe ich nichts einzuwenden. Leider wissen die Mitarbeiter selbst nicht sehr viel, was derzeit bei Eurowings mit den ganzen Subchartern los ist. 

An der Flughafeninformation habe ich noch kurz vorbei geschaut, da man sich vorher Landside für die Dürerlounge als PriorityPass-Holder registrieren muss. Hierfür erhält man dann einen Barcode zum Eintritt. FastLane hat trotz EW Gold nicht gefruchtet, aber es war auch sonst nix los.

 

An der Siko noch schnell das Wasser entsorgt, der Flüssigkeitenbeutel hat in der Tasche nicht interessiert, so blieb der dann auch drin. Lediglich ein Sprengstofftest der Kameraausrüstung war heute dran. Die Abtasterei ist ja mittlerweile Standard bei mir…

 

Die Lounge befindet sich direkt hinter der Security an Gate A8. Die Lounge ist zwar relativ klein und bietet wenig Angebot, aber es genügt als Pausensnack. Draufzahlen würde ich für das Gebotene trotzdem nicht.

Gegen 15:30 verlasse ich die Lounge wieder und gehe nach oben in die reguläre Abflugebene. Da mein Boarding erst um 16 Uhr beginnt, schaue ich noch im Dutyfreeshop vorbei, es ist mal wieder das falsche im Angebot, das Rum-Angebot in Deutschland ist sowieso sehr gering. Leider. Randbemerkung: die beste, innereuropäische Auswahl hatte ich bisher in TFS und MAD.

Da immer noch reichlich Zeit blieb und ich in den letzten Wochen auf der Suche nach einem Modell einer Airberlin blieb auch hier noch der Blick in den „Nürnberg Store“ und wie eine höhere Macht es so wollte beglückte mich das A320 „Discover America“ - Modell. Es war das allerletzte. Der Trip hat sich damit in einer weiteren Hinsicht gelohnt. 

Die letzten Minuten verbrachte ich am Gate, welches direkt gegenüber lag. Von A17 sollte es mit der Air Europa nach Hamburg gehen. Das Boarding verzögerte sich um gute fünfzehn Minuten (sowas war ich bei Air Europa auch nicht anders gewohnt), sie stehen nicht umsonst auf meiner „Never-fly-again“-Liste, es gibt noch einige mehr Gründe diese Airline zu meiden.

Das Boarding begann dann auch um 16:15, zunächst für Statuskunden, was mich bei Eurowings dann wieder verwundert, auf den letzten Flügen war dies schließlich irrelevant. Am Checkin hatte ich kostenfrei von meiner 29A auf 6A gewechselt, so war ich dann in einer halbvollen Eurowings A320. Ja richtig gelesen, ich kam rein „Eurowingsflugbegleiter, Eurowingssitze, Eurowingszeichen“ sowie deutsche Registrierung. Auf meine Nachfrage, wo meine „Lieblingsairline“ sei gab es die trockene Antwort, dass die Informationen falsch seien. Schön, dass die IT auch dort so rund läuft.

Die Beinfreiheit vorne war dann doch recht angenehm, der Flieger sah ausgebucht aus. Start in Nürnberg mit knappen zwanzig Minuten Verspätung. Über den Wolken gab es noch einen sehr schönen Sonnenuntergang.

Und in einer knappen Stunde kamen wir auch fast noch pünktlich in Hamburg an. Ausnahmsweise auch mal kein Busgate, so endete die Reise wo sie begonnen hat bei A41. In der Galerie befinden sich weitere Bilder zum Nürnbergtrip.

Nuernberg
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