Ein letzter Sommertag in Skopje 

Bei einigen Trips dieses Jahr dachte ich bereits, wann war’s das endlich, einer schlimmer als der andere, ständig stundenlanges Positionieren. Das ist es was ich daran hasse, aber sonst wäre es ja einfach zu langweilig. 

 

Dieses Wochenende gibt’s auch wieder ein stupides Positionieren, allerdings nur an meinen Heimflughafen. Mein Flug geht erst gegen Nachmittag, also habe ich endlich mal wieder Zeit ein bisschen länger zu schlafen und den Tag entspannt zu starten. Mit der U-Bahn geht’s heute zunächst zum Hauptbahnhof Süd, irgendwie lerne ich es nie, dass ich hinten einsteigen muss, um mir den Weg durch die ständig überfüllte Haltestelle zu sparen. 

 

Wieder zu früh am ZOB in Hamburg, es ist viel los und mein Bus wird auch nicht gerade leer sein. Bus pünktlich, Ticket kontrolliert und Name von der Liste abgehakt, ich nehme den freien 4D ein, habe Glück und der Gangplatz bleibt ebenfalls leer. 

 

Unterwegs mache ich ein bisschen IT-Zeugs, schadet nicht. Das WLAN im Flixbus kann man mittlerweile vergessen, ab einer bestimmten Rate wird es täglich gedrosselt, wobei es vorher bereits sehr langsam ist. Ich logge mich über’s iPhone ein. 

 

Mit einer kleinen Verspätung fahren wir ab, die Baustelle und der übliche Stau auf der A7 bei Walsrode ist scheinbar in der Fahrtzeit eingerechnet worden und wir sind fast pünktlich am hannoverschen ZOB. Da ich noch ein Einzelticket für die S-Bahn kaufen muss, suche ich schon mal Kleingeld zusammen und beeile mich, um die um 13:35 noch zu erwischen. 

 

Es geht gut, ich komme um 13:55 in der Karl-Jatho-Lounge an, nachdem die Karte durchgezogen ist, suche ich mir einen netten Platz mit Aussicht auf die CS-100 von Airbus aus Kanada mit dem neuen Namen A220-100. 

 

Es gibt das übliche Angebot, mit Kartoffelsalat und Würstchen gibt’s erstmal ein kleines Mittagessen. Diverse Kuchenstücke und Obst beenden dann auch den Hunger endgültig. 

 

Mein Boarding soll gegen zehn nach Vier starten, vorher muss ich noch durch die Sicherheits- und Passkontrolle, letztere ist direkt vor Gate A01a. Es ist wie üblich Samstag nachmittag nichts los, also reichen auch gute 30 Minuten vor dem Boarding für das Prozedere. 

 

Die Maschine ist pünktlich, ich hatte bei dem ungarischen Günstigflieger bisher noch keine Verspätung über der pünktlichen Viertelstunde. Leider zieht sich heute mal wieder das Boarding der Sierras. 

 
Ich habe sehr spät eingecheckt und Platz 5B gezogen, ich hatte großes Glück und habe die Reihe für mich, wie ich später feststelle. Zunächst wurde die Tür vor der Nase zugeknallt, also Begründung wurde eine wackelnde Gangway genannt, das Groundstaff konnte nicht viel machen und das Einsteigen wurde zum Eierlauf. 
 

Ich hatte Glück und behielt die Reihe zunächst für mich, nach dem Completed setzte ich mich ans Fenster und jemand hinter mir wechselte auf den Gangplatz. Etwas nach der Zeit hoben wir und es gab wunderschöne Anblicke von Hannover von oben. 

 

Kurz danach kam Braunschweig und die restliche Zeit las ich mein Buch. Wir landeten pünktlich im dunklen Skopje, schnell kam ich durch die Einreise, einen Stempel gab es nicht mehr. Lt. Fahrplan im Internet sollte 30 Minuten nach Landung ein Bus in die Stadt fahren. Dem war nicht so, es galt inzwischen ein anderer Plan und so musste ich mehr als eine Stunde warten. Das Ticket gab’s im Bus für 180 MKD (cash/Card). Die Fahrt in die Stadt dauerte etwa eine Dreiviertelstunde und nur wenige nutzen diesen. 

Der letzte Stopp ist auch der zentralste am Holiday Inn, am Rande der Altstadt direkt am Vardar-Fluss. Zu meinem Hotel, welches ich erst wenige Tage vor Abflug gebucht hatte, waren es von hieraus nur wenige Hundert Meter. Es liegt direkt im Wasser und ist nicht zu übersehen.

Ich checkte schnell ein, so war es doch schon spät und machte noch eine abendliche Runde durch die beleuchtete Stadt. Ausnahmsweise hatte ich mich nicht auf die Sehenswürdigkeiten vorbereitet, so war ich doch überrascht, wie viel Skopje zu bieten hatte. 

Sehr viele Statuen, Museen und sogar eine Festungsanlage. Dazu alles bei Nacht angestrahlt. Über der Stadt hing ein großes Kreuz. Auf dem großen Platz war noch ein ABBA-Coverkonzert im Gange. Es war angenehm, nicht so kalt wie in Hamburg und ein klarer Himmel.

 

Für morgen waren über 20 Grad angekündigt. Nach fast zwei Stunden war ich wieder im Zimmer, nahm mir noch ein Bier aus der Minibar. 

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